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Dinho80

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1

Dienstag, 1. März 2011, 21:25

Was tun, wenn die Kinder nicht hören und aggressiv sind?

Hallo,

ich habe ein Problem in der Mannschaft (E-Jugend) und zwar hören die Kinder einfach nicht und machen was die wollen. Man muss denen schon fast drohen, damit was getan wird. Dadurch geht sehr viel Zeit verloren und in den Spielen ist es ähnlich. Die hören einfach nicht zu und dementsprechend sind die Ergebnisse.

Außerdem sind einige sehr aggressiv. Manche kämpfen mehr als die Fußball spielen, so krass ist das. Einer geht sogar so weit und schlägt bzw. tretet seine Mitspieler. Einer hat deswegen den Verein verlassen was ich sehr bedaure. Am liebsten würde ich den Übeltäter rausschmeissen, aber wir sind zu wenig.

Was macht man denn in so einer Situation? Hab da schon an die Eltern gedacht, aber die haben ja schon bisher versagt.

MfG

BBCoach-Chris

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2

Dienstag, 1. März 2011, 21:38

Ich bin mal so frei und sage gerade heraus was mir bei deinem Posting durch den Kopf geht.

Du solltest mal dringend mit der "Faußt" auf den Tisch hauen und die Bälle fürs erste beiseite stellen. Entweder sie spielen nach DEINEN Regeln oder sie erfahren Konsiquenzen die ihnen nicht gefallen werden.

Die Gruppe läuft dir aus dem Ruder und es herrscht anarchie weil DU es nicht im Griff hast, für klare Regeln und deren Durchsetzung zu sorgen.

Du darfst nicht ihnen "nur drohen" sondern das was du drohst auch in die Tat umsetzen. Die kinder machen bei dir was sie wollen, weil sie genau wissen du redest ja nur und handelst nicht. Ihnen fehlt die Sicherheit bei dir, die persönliche Autorität. Die Amtsautorität hast du bereits verloren..

Kinder in diesem Alter brauchen klare Ansagen, Regeln+ Konsiquenzen und eine Person die ihnen diese vermittelt und ihnen dadurch halt gibt. Und nicht den Trainer der ihnen alles durchgehen lässt und "nur droht". ect.



Ich empfehle dir Erziehungsratgeber . ua. von jan uwe rogge. Oder "Wenn nervensägen an den nerven sägen."

Wenn du Dich nicht änderst, werden sie sich auch nicht ändern. THE TEAM REFLECTED THE COACH
Signatur von »BBCoach-Chris« Versuche im jeden Training 1 Spieler gezielt besser zu machen und du hast in einem Jahr/einer saison, VIEL geschafft!

Rene1978

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3

Dienstag, 1. März 2011, 22:36

Ich denke auch das du das ganze vielleicht etwas ernster gestalten solltest. Wenn du nur Konsequenzen androhst und nie welche kommen wird sich nie was ändern. Kommt vielleicht blöd rüber ist aber leider so. Wie alt bist du? Warum nehmen dich die Kinder nicht ernst? Das muss ja irgendwelche Hintergründe haben. Wenn man Regeln aufstellt muss man auch auf deren Einhaltung pochen. Für den agressiven Spieler kann ich dir auch ein bißchen was erzählen. Bei jeder Aktion die du nicht gut findest holst du ihn dir an die Seite. Erklärst ihm warum es nicht ok war wieder drauf auf den Platz. Macht er wieder was böses wieder runter. Immer wieder bis er es lernt. Bei jeder Wiederholungstat holst du ihn für einen längeren Zeitraum an die Seite und erklärst wieder und wieder! Und auch nochmal nach der Einheit dem Team erklären warum er raus musste! Ich hab meine Raufbolde ganz gut unter Kontrolle! Aber ich hatte auch von Anfang an weniger Probleme mit der Disziplin als du. Vielleicht brauchst du mal ein neues Gesicht das frischen Wind rein bringt und von Anfang an eine Linie mti Respekt und einer gewissen Autorität fährt. Weil es wird sicher nicht einfach das nachträglich zu tun und als Trainer ernster rüber zu kommen. Die Erfahrung musste ich als junger Trainer auch machen.

Rene

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4

Mittwoch, 2. März 2011, 00:23

Schönes Thema,

ich hatte das gleiche Problem,damals bei meiner ersten Mannschaft (C-Jugend). Ich war mit 25 Jahren noch recht jung und die Jungs haben mitbekommen, das auch ich, bei meiner ersten Trainertätigkeit, recht nervös war. Mein damaliger eigener Trainer hat mir den gleichen Tipp gegeben den du schon erhalte hast: BÄLLE WEG! Ganz einfach: einmal warnen,beim zweitmal laufen. Spätestens nach dem zweitenmal laufen haben die ersten kein Bock mehr blödsinn zu machen. Ich habe auch immer wieder vor der Laufeinheit den Übeltäter genannt und automatisch waren die anderen Spieler sauer auf den jenigen. Statt dann über seine Albernheiten zu lachen haben sie ihn immer wieder aufgefordert ruhig zu sein. Wichtig ist,das du die ganze Mannschaft bestrafst und ihn sagst: IHR SEID EIN TEAM,IHR BADET ALLES GEMEINSAM AUS.

Bei den aggressiven Spieler,bzw. bei Spieler die Übertreiben,gibt es nur eine Lösung. Bei Wiederholung: Direkter Ausschluss vom Trainingsbetrieb und/oder Spielbetrieb. Du sagst ja selber das schon ein Spieler abgehauen ist,wegen seinem benehmens. Also hättest du ihn zuerst rausgeschmissen,wäre der andere ja noch da und du hättest genau das gleiche Spielermaterial. Glaub mir,so ein Raudi bringt nur unruhe,weitere Spieler werden den Verein verlassen und neue Spieler werden sich auch nicht anschliessen. Denk mal drüber nach.

Gruss Rene

Rene1978

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5

Mittwoch, 2. März 2011, 00:36

Ja dazu noch ein Punkt. Wir haben das mal ne Zeit lang so gemacht! Wenn irgendjemand total quer gegenagen ist oder zu sehr gestört hat, haben wir sofort unterbrochen. Dann Ansage: Weil Tommy stört laufen wir eine Strafrunde. Dann Ansage wir bedanken uns alle bei Tommy und alle sagten dann DANKE TOMMY. Schon die Tonlage der andern Kinder machte deutlich wie toll sie das fanden. Das war ne fruchtbare Erziehungsmethode.

P.S.: Und ja ich weiß das in den Kinderklassen Runden laufen quatsch ist, aber es ist eine böse Strafe die absolut nicht weh tut. :P

Uwe

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6

Mittwoch, 2. März 2011, 00:45

Auch mit Kindern kann man schon Einzelgespräche führen. Schnappe dir zuerst den "Treter" und rede mit ihm. Im Verlauf des Gesprächs vereinbarst du ein Zeitziel.
Frage gezielt, ob er es gut findet, wie er sich verhält. Verlange eine Woche korrektes Verhalten und gebe ihm eine Aufgabe innerhalb der Mannschaft. Oft suchen solche Kinder nur Selbstbestätigung mit
ihrem Fehlverhalten. Diese Bestätigung kann er sich auch durch gezielte Aufgaben holen. Einzelgespräch deshalb, weil aus der Nummer kommt er nicht mehr raus, denn er weiss es kommt ein Feedback-Gespräch.

Vereinbart, nach einer Woche wieder miteinader zu reden, um zu überprüfen, ob er das gesetzte Ziel erreicht hat. Wichtig ist eine genau definierte Aufgabe.

Beachte folgendes:

Einzelgespräch

Dinho80

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7

Mittwoch, 2. März 2011, 02:56

Ich bin Anfang 20 und bin "nur" der Co-Trainer. Ich bin aber nur halb so alt als der Trainer und habe auch deswegen weniger Authorität bei den Kindern. Dieser hat selber gewaltige Probleme die Kinder in den Griff zu kriegen und bei mir ist es noch krasser. Musste mal eine Trainingsprogramm machen und das musste schon bei der Aufwärmung unterbrochen werden. Habe da auch eine Strafrunde verpasst und einer durfte auch alleine laufen. Eigentlich würde ich am liebsten jedes Kind (verbal) in den Arsch treten, aber der Trainer will lieber alles lustig und lieb lösen. Wahrscheinlich hauptsächlich, weil sein Sohn dabei ist.

Das mit den Bällen ist auch eine Sache. Sagt man denen "Bälle ins Netz", dann spielen sie wie die Wilden. Sagt man denen "Bälle liegen lassen", dann spielen sie wie die Wilden. Sagt man denen "Bälle in Hand", dann spielen sie wie die Wilden. Seht ihr was ich meine? Das ist immer so.

Einzelgespräche habe ich schon gehabt und Erfolge hatte ich auch, aber wir hatten in den letzten Monaten so gut wie keinen Training und es ist wieder alles bei null.

Kinder vom Training zu verbannen habe ich auch gedacht, aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie nie wieder kommen. Viele wollen ja schon den Verein wegen Erfolglosigkeit wechseln. Diese Unzufriedenheit ist bestimmt auch ein Faktor für ihr benehmen.

BBCoach-Chris

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8

Mittwoch, 2. März 2011, 08:27

Das problem ist nicht die Mannschaft, sondern die "Trainer"

Zitat

Ich bin aber nur halb so alt als der Trainer und habe auch deswegen weniger Authorität bei den Kindern.

Falsch!! Das ist nichts anderes als eine Ausrede :rolleyes: . Ich kenne andere Trainer die sind 17,18,20.. bei ihnen läuft das Training glatt. Warum nur?` :?:



Zitat

Dieser hat selber gewaltige Probleme die Kinder in den Griff zu kriegen und bei mir ist es noch krasser

Ihr beide solltet euch ernsthaft gedanken machen, ob das Traineramt das richtige für euch beide ist. :!:



Zitat

Eigentlich würde ich am liebsten jedes Kind (verbal) in den Arsch treten,

8| Sorry, aber das hört sich ziemlich respektlos an. Und warscheinlich trägst du diese Einstellung auch nach draußen. Kinder haben sehr sensible Antennen und wissen ganz genau wer es ernst mit ihnen meint und wer sie nicht.


Zitat

aber der Trainer will lieber alles lustig und lieb lösen. Wahrscheinlich hauptsächlich, weil sein Sohn dabei ist.



Sobald eine Gewisse Basis für ein vernünftiges training geschaffen ist, ist es auch möglich Probleme in dieser Art zu lösen. Im Moment macht er sich dadurch mehr zum Hampelmann als zur Autoritätsperson,.



Zitat

Das mit den Bällen ist auch eine Sache. Sagt man denen "Bälle ins Netz", dann spielen sie wie die Wilden. Sagt man denen "Bälle liegen lassen", dann spielen sie wie die Wilden. Sagt man denen "Bälle in Hand", dann spielen sie wie die Wilden. Seht ihr was ich meine? Das ist immer so.


Das sind ganz normale Kinder :!: :!: :!: Sie testen ihre grenzen aus und sehen wie weit sie bei euch gehen können. Und da ihr beide von Erziehung und grenzen setzen (noch) nichts versteht... Tanzen sie euch auf der Nase rum..Grenzen? fehlanzeige.



Zitat

Einzelgespräche habe ich schon gehabt und Erfolge hatte ich auch, aber wir hatten in den letzten Monaten so gut wie keinen Training und es ist wieder alles bei null.



Schon wieder eine Ausrede dafür warum ihr beide (im Moment) alles andere als geeigente Trainer seit.



Ich sags dir jetzt nochmal klar und deutlich:



Autorität hat nichts mit dem alter zu tun, sondern mit eurem Verhalten. Die Kinder verhalten sich völlig normal. Sie verhalten sich grenzenlos, weil ihnen keine Grenzen gesetzt werden. Sie verhalten sich nicht respektvoll, weil sie auch nicht mit respekt behandelt werden. Das Problem liegt ganz klar bei euch.

Bitte tut euch und den Kindern ein gefallen und hinterfragt mal ganz klar und deutlich EURE Einstellung zu Erziehung, warum Ihr Trainer sein wollt.

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_a…agen/s_944.html

http://www.amazon.de/Das-neue-Kinder-bra…n/dp/3499624028
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Stefan_K

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9

Mittwoch, 2. März 2011, 09:23

Beim Kinderfußball ist das ein ganz witziger Effekt:
Die Spieler halten Dir einen Spiegel vor.
- Bist Du schlecht drauf oder nicht mit Deinen Gedanken "beim Spiel", werden sie es auch nicht sein
- Hälst Du Dich nicht an Regeln, werden sie es auch nicht tun
- Siehst Du eine Sache beim Training als unwichtig an - auch unbewusst - werden sie es auch tun
- Versuchst Du, Dinge über Druck durchzusetzen, werden sie es auch tun

AAAABER:
- Lebst Du den Grundsatz "ganz oder gar nicht" vor, werden sie es auch tun
- Bist Du mit vollem Einsatz und Spaß bei der Sache, sind sie es auch
- Setzt Du die Grundsätze des modernen Kinderfußballs um, tun sie es auch
- Hälst Du Dich an Absprachen, tun sie es auch

Wie formulierst Du Anweisungen? Sagst Du den Kindern, was sie tun sollen, oder sagst Du, was sie
nicht tun sollen?

Die Probleme, die Du hast, ziehen sich wie ein roter Faden durch alle Beiträge. Hast
Du mal überlegt, bei einem erfahrenen Trainer in einer gefestigten Mannschaft für ein
paar Wochen zu hospitieren?

Deine Vorbeiträge zeigen, dass Du Dich zu Höherem berufen fühlst - ohne eigene Vereins-
erfahrung. Schau Dir doch mal bei anderen Trainern so ein paar Abläufe und Kniffe ab.
Signatur von »Stefan_K« "Hurra, ein Spielzug!!!" (Zitat eines F-Jugendtrainers)

Dinho80

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10

Mittwoch, 2. März 2011, 11:39

Ich verstehe euch voll und ganz. Natürlich habe ich als Anfänger Probleme, aber der andere Trainer hat schon was drauf. Es ist halt eine sehr schwierige Truppe die wir bekommen haben. Der Trainer hat sowas auch noch nie erlebt und der war schon bei mehreren Vereinen erfolgreich. Es ist eine Mischung aus talentfreien, schwererziehbaren und sturen Kindern. Die Mannschaft besteht aus den Schlechten der Schlechten die ohne diese Mannschaft kein Spiel machen dürften. Das Selbstvertrauen ist gering und zeigt sich oft als Aggression gegen die Mitspieler. Es ist keine Mannschaft. Es ist schwer für die Trainer eine solche Mannschaft mit durchnittlich 2-mal Training im Monat zu formen. Teilerfolge hatten wir ja, aber die Kinder spielen neben den Verein kaum Fußball. Dadurch nehmen sie diesen Sport nicht ernst und prägen sich nicht so viel ein. Es ist schlimmer als ich es beschreiben kann. Ich habe nicht unbedingt die beste Mannschaft für den Anfang bekommen wie ihr sieht.

Anweisungen werden normal formuliert. Nur manchmal muss man ausdrücklich erwähnen was nicht gemacht werden soll. Da kaum jemand zuhören kann muss man vieles wiederholen.

Andere Trainer habe ich mir angeguckt, aber dort sind die Kinder eindeutig pflegeleichter. So würde das Training bei uns auch aussehen, wenn alles normal wäre.

Zum Alter würde ich sagen, dass es nur zum Teil stimmt. Wenn die Kinder vor Älteren keinen Respekt haben, dann nehmen sie auch jüngere nicht ernster. Ich habe auch das Problem als Co-Trainer gebrandmarkt zu sein. Anscheinend nehmen sie diese Position nicht ernst. Sie nehmen keinen ernst und beleidigen Mitspieler, Trainer und sogar Eltern. Ich beobachte das Verhalten schon eine Weile und sehe die Schuld bei den Eltern und einzelnen schlimmen Kindern. Diese machen die ganze Mannschaft unruhig und am Ende müssen die Trainer alles in Ordnung bringen. Dass die Trainer eine erzeiherische Funktion haben ist klar, aber die Aufgabe der Eltern zu übernehmen ist eine Zumutung bei so einer Mannschaft.

Wie kann man denn härter eingreifen ohne dabei die Mannschaft zu vergraulen?

Stefan_K

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11

Mittwoch, 2. März 2011, 13:48

Es gibt keine "schlimmen" Kinder und mit der Einstellung "die Schlechtesten der Schlechten" wirst Du nicht
weiterkommen. Ich habe vor ein paar Jahren auch mal so eine "untrainierbare" Truppe bekommen und habe
sie nach und nach aufgebaut, wobei klar war, dass ich die Kinder nach einer Saison wieder abgebe.

Es war ebenso eine ältere E-Jugend. Nach etwa 3 Wochen war normales Training möglich. Am Anfang habe
ich die komplette Gruppe eine komplette Einheit durch beschäftigt. Die Jungs waren dankbar, unendliche
Passtaffeln und Dribbelübungen zu machen und sind nach den 90 Min. zufrieden, aber völlig platt vom Platz
gekrochen. Einen der Spieler, der leider nach etwa 2 Minuten Besprechung immer wieder auffällig war, musste
ich leider klar machen, daß Fußball nicht das Richtige für ihn ist.

Ansonsten gab es klare Regeln und Vorgaben, viele teambildende Maßnahmen und Aktionen und eine recht
eindeutige Ansage beim Training. Dabei habe ich IMMER nur gesagt, was sie machen sollten... Einige Spieler
sprechen mich immer noch an und sagen, daß das das schönste Jahr ihrer bisherigen Fußball-Laufbahn war.

Und denk immer dran: Am unangenehmen Verhalten der Kinder sind nie die Kinder schuld! Und wenn die Kinder
anderer Trainer "pflegeleichter" erscheinen, denk mal drüber nach, ob das an der Arbeit der Trainer liegt, nicht
an den Spielern.
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uzunbacak

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12

Mittwoch, 2. März 2011, 14:01

@Stefan_K

Hi,

Du hast geschrieben:"Einen der Spieler, der leider nach etwa 2 Minuten Besprechung immer wieder auffällig war, musste
ich leider klar machen, daß Fußball nicht das Richtige für ihn ist."

Wie ist er auffällig geworden?

Gruß.

uzunbacak

Stefan_K

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13

Mittwoch, 2. März 2011, 15:13

@Stefan_K

Hi,

Du hast geschrieben:"Einen der Spieler, der leider nach etwa 2 Minuten Besprechung immer wieder auffällig war, musste
ich leider klar machen, daß Fußball nicht das Richtige für ihn ist."

Wie ist er auffällig geworden?

Gruß.

uzunbacak
Bei jeglichen Besprechungen und Erklärungen zeigte er das Verhalten, daß er anfing, rumzulaufen, mit dem Ball andere abzuwerfen,
Mitspieler zu ärgern, anzuticken. Er redete dazwischen, wartete nicht ab, bis ich fertig war, sondern warf einfach Fragen in die Runde
und redete auf seine Nachbarn ein.

Draußen ging das noch einigermaßen, aber als er in der Halle versuchte, mich zu übertönen, wurde es ein heftiges Problem, da weder
Anweisungen, noch Erklärungen möglich waren.

Als ich der Mutter das Problem schilderte, sagte sie "Ja, das sagen die Lehrer auch immer...". Als ich sie darauf ansprach, ob sie nicht
bestrebt sei, etwas zu ändern (mit Unterstützung aus dem Elternhaus klappt so etwas meist ganz gut), sagte sie mir, daß er halt so
sei und sie es halt nicht ändern könne. Ich führte als Argument an, daß er offensichtlich auch schon in der Schule angeeckt sei. Von Mit-
schülern wurde mir mitgeteilt, dass er teilweise verwahrlosten Eindruck mache, barfuss ohne Jacke im Herbst die Schule besuchen würde
und im Allgemeinen auffällig sei. Mein Angebot war, gemeinsam mit der Mutter daran zu arbeiten, dass sich das Verhalten in der Gruppe
ein wenig den anderen anpasst, zumal die Mitspieler auch ziemlich genervt waren.

Jegliches Verhalten zeigte eine deftive Konzentrationsschwäche, die ich in dieser Form noch nicht gesehen habe.

Die Mutter lehnte auch auf weitere Vorschläge jegliche Maßnahmen ab und sagte mir, ich solle ihn so nehmen, wie er ist. Darauf musste
ich ihr leider mitteilen, daß das Thema Mannschaftssport offensichtlich nicht das Richtige sei.

Zum Vergleich:
Ich hatte in den letzten Jahren bisher 2 Kinder mit "ADHS"-Syndrom (hmmmmmm, okok - die Meinungen sind gespalten). Beide zeigten
ohne Medikamente und mit der richtigen Nahrung (Süssigkeiten, Cola - es ist kaum zu glauben, wie Kinder sich durch die richtigen Drogen
verändern können...) ein ähnliches Verhalten, allerdings bei Weitem nicht in der gleichen Ausprägung. Einer der Spieler wurde von den
Eltern aus der Mannschaft genommen, nachdem ich darauf hinwies, daß eine "Pille" DIREKT vor dem Hallentraining schlecht sei. Der Junge
ist wie in Trance durch die Halle gewandelt. Das war den Eltern furchtbar peinlich...

Der zweite Junge ist in meiner Mannschaft und einer der besten Spieler - er ist Top-eingestellt, tierisch agil und hat gelernt, seinen Bewegungs-
drang auf zwei Halbzeiten zu konzentrieren - er läuft also einfach, bis er nicht mehr kann (so nach 20 - 25 Minuten ist er platt...)
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uzunbacak

unregistriert

14

Mittwoch, 2. März 2011, 15:41

Hi Stefan_K,

die Kinder kenne ich auch, die sich überhaupt nicht konzentrieren können/wollen. Mit den Eltern zu sprechen bringt meistens neue Erkentnisse aber leider keine Lösungen. Das heißt, du bist danach schlauer aber auch ärmer daran, da du genauer weißt, dass die Sache komplizierter ist. Deswegen kann ich sagen, dass ich nachvollziehen kann, wie du gehandelt hast. Die Eltern tun sich einfach, in dem sie sagen, "er ist halt so, akzeptiere ihn so", und dann hast du denn Ball und weißt Du nicht wohin damit. Du hast dann die moralische Pflicht diesen Buben zu korrigieren und zu integrieren, es kostet aber unheimlich viel Zeit und Kraft. Du kannst glücklich sein, dass Du nur eines von der Sorte hast./ hattest.

Weitere Sätze würde den Rahmen sprengen. So abgehakt.

Mit ADS mit Hyperaktivität habe ich selber intensive Erfahrung. Es ist manchmal sehr schwierig mit denen umzugehen, aber wenn du den Ader gefunden hast, hast Du "unheimlich" gute Spieler. Weiteres würde den Rahmen auch sprengen.

Gruß,

uzunbacak

Stefan_K

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15

Mittwoch, 2. März 2011, 15:52

Hi Stefan_K,

die Kinder kenne ich auch, die sich überhaupt nicht konzentrieren können/wollen. Mit den Eltern zu sprechen bringt meistens neue Erkentnisse aber leider keine Lösungen. Das heißt, du bist danach schlauer aber auch ärmer daran, da du genauer weißt, dass die Sache komplizierter ist. Deswegen kann ich sagen, dass ich nachvollziehen kann, wie du gehandelt hast. Die Eltern tun sich einfach, in dem sie sagen, "er ist halt so, akzeptiere ihn so", und dann hast du denn Ball und weißt Du nicht wohin damit. Du hast dann die moralische Pflicht diesen Buben zu korrigieren und zu integrieren, es kostet aber unheimlich viel Zeit und Kraft. Du kannst glücklich sein, dass Du nur eines von der Sorte hast./ hattest.

Weitere Sätze würde den Rahmen sprengen. So abgehakt.

Mit ADS mit Hyperaktivität habe ich selber intensive Erfahrung. Es ist manchmal sehr schwierig mit denen umzugehen, aber wenn du den Ader gefunden hast, hast Du "unheimlich" gute Spieler. Weiteres würde den Rahmen auch sprengen.

Gruß,

uzunbacak
Wie gesagt: Ich habe einen Spieler mit ADHS - glücklicherweise ist es den Eltern nicht peinlich. Er ist eine absolute "Kampfsau", geht in jeden Zweikampf,
bleibt aber fair. Er ist ständig anspielbar, für den Gegner kaum zu greifen und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt
und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt... ;)

Es gibt zwei Fehler, die ich machen kann:
- Ihn zum Kapitän ernennen (ich muß keine Anarchie provizieren...)
- Ihn auf einer Position einsetzen, auf der er weitgehend reagieren muß - der Junge MUSS agieren!
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16

Mittwoch, 2. März 2011, 15:58

und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt
und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt und rennt...


Forrest Gump? ;)

Im Ernst: Das klingt nach Ausdauersporttalent. Wie alt?

Stefan_K

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17

Mittwoch, 2. März 2011, 16:21


Forrest Gump? ;)

Im Ernst: Das klingt nach Ausdauersporttalent. Wie alt?
Jahrgg. 99 - aber Marathon ist ihm zu langweilig. =) =) =)
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BBCoach-Chris

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18

Mittwoch, 2. März 2011, 18:05

Schade Dinho80

Du hast nichts verstanden und suchst die Schuld immernoch bei anderen.

Ich hoffe der aufprall wird nicht alzu hart.
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Dinho80

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19

Mittwoch, 2. März 2011, 20:34

Schade Dinho80

Du hast nichts verstanden und suchst die Schuld immernoch bei anderen.

Ich hoffe der aufprall wird nicht alzu hart.
Härter aufprallen geht nicht mehr, da ich schon am Tiefpunkt begonnen habe.

Und was soll ich nicht verstanden haben? Ich beschreibe nur Tatsachen. Ursachen der Probleme sind mir klar. Beweis: wir hatten neulich ein Spiel ohne den o.g. Rüpel und es war schon harmonischer und hätte fast zum Sieg gereicht. Ich werde mir den Rüpel beim nächsten Training genau angucken und Unannehmlichkeiten sofort ahnden. Ich sehe bei einigen Kindern den Willen und vielleich reißen sie sich zusammen, wenn mal knallhart durchgegriffen wird. Wenn das schief läuft, dann weiß ich auch nicht mehr, außer dass die Mannschaft sich einen anderen Sport suchen sollen. Wer trotz Niederlagen in Serie nicht bereit ist sich zu ändern ist fehl am Platze.

Stefan_K

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20

Mittwoch, 2. März 2011, 21:26

Also sollten die Kinder, wenn sie sich Dir nicht fügen, lieber den Sport wechseln?!

OK, das passt zu Deinen vergangenen Beiträgen. Die Kinder sind schuld, wenn sie
nicht nach Deiner Pfeife tanzen, sind sie selbst schuld und überhaupt liegt es an
der Erziehung und der Einstellung. Ja, ne, is klar...

Bau doch endlich mal was auf. Ein paar Beispiele - nur mal so für Dich:
- Du hast keine Vereinserfahrung, meinst aber zu wissen, wie Du trainieren sollst
- Du hast nie unter Leistungsaspekten Fußball gespielt, willst aber eine C-Leistungs-Lizenz
- Du hast nie in einer Jugendmannschaft gespielt, kannst aber die Dynamik einer Juniorenmannschaft beurteilen
- Alle anderen Trainer haben Mannschaften mit Spielern, die hören und sich fügen - nur Du hast die "Schlechtesten der Schlechten"

Oh, Mann - Deine Spieler tun mir echt leid...
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